Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Bethel nimmt bis zu 43 psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche auf.

 

Die Kinder und Jugendlichen kommen dabei aus den unterschiedlichsten Schulen und Klassen des Großraums Bielefeld und sind nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern auch Schülerinnen und Schüler, die während der teilweise langen Behandlungszeit ein Anrecht auf Unterricht haben. Diesen übernimmt die Dothanschule.

  

Viele unserer Schüler und Schülerinnen haben bereits eine Vorgeschichte mit längerer psychischer Erkrankung und/oder ambulanter Behandlung.

 

Während ihres durchschnittlich dreimonatigen Aufenthaltes in der Klinik erhalten sie Unterricht in unserer Schule. Unsere Schüler und Schülerinnen sind schulpflichtige Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 18 Jahren, die Schulformen wie Grundschule, Hauptschule, Realschule, Sekundarschule, Gesamtschule, Gymnasium und Förderschulen besuchen. .

 

Unterrichtsprinzip ist der individuelle Förderunterricht in der Kleingruppe. Kleingruppe heißt: Zwei bis sechs Schüler und Schülerinnen. Einzelunterricht ist als Ausnahme vor allem nötig in Kennenlernsituationen nach Neuaufnahmen und bei extrem schwierigen oder psychisch besonders stark erkrankten Schülern und Schülerinnen.

 

Unterrichtet wird an fünf Vormittagen in der Woche. Auch Nachmittagsangebote finden statt. Die Schülerinnen und Schüler legen den Weg im Klinikgebäude selbständig zurück und erhalten pro Tag ein bis vier Stunden Unterricht. Als Minimalprinzip wollen wir, dass jeder Schüler und jede Schülerin an jedem Schultag mindestens einmal Unterricht erhält.

 

Die Schülerinnen und Schüler bekommen individuelle Stundenpläne, die jede Woche neu geschrieben werden, um auf aktuelle Veränderungen (Neuaufnahmen, Entlassungen, unterschiedliche Belastbarkeit u.a.) reagieren zu können. Umfang und Unterrichtsinhalte werden angepasst an:

 

- die Art und Schwere der mit der Erkrankung zusammenhängenden Verhaltensstörung

 

- der Situation in der Heimatschule (Kriterien sind: Anzahl der Hauptfächer, Gefährdung der Versetzung, Schulabschlüsse u.a.m.)

 

- die Auswirkung von Be- oder Entlastung auf den Therapieverlauf

 

- die Gesamtbelastung in der Klinik